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Kleinwasserkraftwerke - Interview zum Thema
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Kleinwasserkraftwerke - Interview zum Thema

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Kleinwasserkraftwerke - Interview zum Thema

 

Nachstehend ein Interview mit Michael Hilß und mit dem Dipl. Ing. Schmidt  (Wasserkraftanlagen) zum Artikel: Kleinwasserkraftwerke

Michael Hilß: Sie haben uns hier die Wasserkraft bzw. die Kleinwasserkraftwerke genau erklärt, die Grundlagen, die Anwendungsmöglichkeiten etc. glauben Sie, dass diese Anwendungen tatsächlich mal durchgeführt werden können?

Schmidt: Die Wasserkraft ist eine der regenerativen Energiearten, die viele Vorteile gegenüber anderen Arten besitzt, hat aber leider auch ihre Tücken. Wasserkraft, hier als Kleinwasserkraftwerke angesprochen, ist sehr sensibel in der Form der Wirtschaftlichkeit, bedingt durch erhöhten Montageaufwand und erschwerte Genehmigungen. Diese Tücken gleichen sich aber später doch durch die erhöhte Jahres-Verfügbarkeit wieder aus. Es ist daher extrem wichtig, beim Kauf oder dem Anbieten dieser Kleinwasserkraftwerke, ist auf den kleinst möglichen ROI (Return of Invest) zu achten.


 




Michael Hilß: Sicher ist der Einsatz außerhalb von Deutschland lukrativer als hier, bedingt durch die Gesetze und Auflagen, jedoch sehe ich eine große Chance, wie Sie schon erwähnten, in Ländern mit geringerer Infrastruktur, hier ist es lohnend, soweit auch die Anlagen sicher bezahlt werden. Hier ist tatsächlich die Technik „Made in Germany“ gut und sicher anzuwenden. In welchen Ländern sehen Sie hier große Absatzchancen?

Schmidt: Wie schon erwähnt, in Ländern mit geringerem Bürokratismus und wo auch die Menschen selber mit „anpacken“, weil sie selber damit ihre Zukunft verbessern.

Michael Hilß: Es wäre doch sicher sinnvoll, wenn sich ein Geschäft oder ein Gewerbe wie zum Beispiel eine kleine Fabrik in der Nähe eines Flusses befände, das von der Kleinwasserkraftanlage mit Energie beliefert werden könnte. In Richtung Unabhängigkeit vom Stromlieferant. Natürlich muss aber das öffentliche Netz als Reserve immer bleiben. Wäre so etwas denkbar?


Schmidt: Ja, selbstverständlich ist das alles möglich, es wird schon bereits in unserem Nachbarland Österreich praktiziert, hier wird ein Kleinwasserkraftwerk im Frühjahr 2012 in einen Fluss installiert, das ein Weingut (Kellerei) mit angeschlossenem Restaurant komplett mit Energie aus Wasserkraft versorgt, das ist immer so der normalen EEG-Einspeisung vorzuziehen.

Michael Hilß: Sie haben hier viele Arten der Strömungswandler angesprochen, welcher ist der Beste und welche gibt es schon als Anlagen zu kaufen?

Schmidt: Die Auswahl eines Strömungswandlers ergibt sich jeweils immer vom tatsächlichen Standort, hier ist die Geometrie des Flusses entscheidend. Habe ich einen breiten, aber flachen Fluss, nimmt man die HD-Turbine, da können die Anlagen sehr flach gebaut werden, also dann geht alles in die „Breite“, normale Flüsse kann man mit fast allen Strömungswandlern nutzen. Es gibt schon einige KWK mit Impeller und Konusturbine zu kaufen, die anderen sind aber auch nicht uninteressant, müssen aber noch entwickelt werden.

Michael Hilß: Sie sprechen im Kapitel „Wasserstofferzeugung“ die Verwendung der Wasserkraft zur Bereitstellung von Wasserstoff für die zukünftige W oder H und  E-Mobilität an. Wie eignet sich wirklich die Wasserkraft dafür?

Schmidt: Die Erzeugung von Wasserstoff ist ein energieintensives Verfahren, hier braucht man für die Herstellung von einen m³ ca. 4,8 kWh , das ist schon viel, dieses mit dem normal erzeugten Kraftwerksstrom zu erzeugen wäre unsinnig, der Gesamtwirkungsgrad ist dann sehr klein. Durch die Wasserkraft, die fast rund um die Uhr Strom liefert, sieht die Gesamtbilanz wesentlich besser aus.

Michael Hilß: Also wäre es doch sinnvoll, jetzt sich schon Gedanken über den Aufbau eines Tankstellen-Netzen für die künftige Mobilität zu machen oder?

Schmidt: Natürlich, das ist meine Idee jetzt schon auf die Zukunft zu setzen, je früher man damit beginnt, umso besser. Wo soll sonst der Strom für die Wasserstofferzeugung/Ladestrom für E-Mobile  herkommen, sicher nicht aus der normalen Steckdose vom Kraftwerk.

Michael Hilß: Ab wann schätzen Sie, werden die ersten Prototyp-Tankstellen zur Verfügung stehen?

Schmidt: Die Wasserkraft ist mit den Kleinwasserkraftwerken schon soweit entwickelt, die anderen noch nicht verfügbaren Kleinwasserkraftwerke mit den anderen Strömungswandlern müssten noch fit gemacht werden. Für die Wasserstofferzeugung und der E-Ladestation sind die Bauteile schon industriell soweit fertig und müssten nur noch entsprechend zusammengestellt und erprobt werden. Hier rechne ich mit einer Testphase von mindestens 3-5 Jahren, aber solange braucht die neue Mobilität sicher auch.

Michael Hilß:  Herr Schmidt, ich danke Ihnen für das interessante Gespräch über die Wasserkraft allgemein und hier speziell, die Kleinwasserkraftwerke, deren Verfügbarkeit und Einsatzbeispiele, da sieht man, wenn man rechtzeitig Ideen hat und diese in die Tat umsetzt, welches Potential für die Zukunft der Mobilität hier zu erreichen ist.

 

 

 

Zum Artikel: Kleinwasserkraftwerke

 

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