Ökostrom speichern durch Verwandlung in Ökogas, sprich Methan!
Die Grundlagen dieses Verfahrens hat das ZSW (Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg) in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES entwickelt. Hierbei wird erstmals die Wasserstoff-Elektrolyse mit der Methanisierung kombiniert. Durch Elektrolyse entstehen Wasser- und Sauerstoff. In Folge einer Reaktion mit CO2 entsteht aus dem Wasserstoff Methan – Hauptbestandteil von Erdgas.
Laut Solarfuel GmbH liegt der Umwandlungs-Wirkungsgrad bei über 60 %, wobei das Gas nicht verunreinigt sei und gleich ins Erdgasnetz eingespeist werden könne. Das ZSW hat im Auftrag des Stuttgarter Unternehmens eine Demoanlage errichtet. Ab 2012 soll eine Anlage im zweistelligen MW-Bereich entstehen.

Die Jury begründete ihre Entscheidung für Solarfuel damit, dass mithilfe der neuen Methode das Speichermedium selbst direkt nutzbar sei, da das synthetisch erzeugte Erdgas mit Bioerdgas und konventionellem Erdgas kompatibel sei. Das Gas stehe zudem dem Strom-, Wärme und Mobilitätsmarkt zur Verfügung. Auf diese Weise könnten Überschussmengen an Strom aus Windenergie und Photovoltaik künftig als Ökoerdgas gespeichert und verwertet werden.
Bilder: Solarfuel GmbH


















