Brennstoffzellen-Wirtschaft

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Wirtschaft
Hauptartikel: Wasserstoffwirtschaft sowie Methanolwirtschaft

Die Wasserstoff-Sauerstoff-Brennstoffzelle ist ökologisch umstritten:

Wasserstoff kann zwar durch Einsatz von Elektrizität aus erneuerbaren Energien klimaneutral gewonnen werden, jedoch sind die Verluste bei Herstellung und Transport zu berücksichtigen. So hat etwa die Kette Erdgas → Wasserstoff → Brennstoffzellen-PKW einen Wirkungsgrad von 30 %, die Kette H2 über Elektrolyse aus Windenergie oder aus dem Stromnetz (EU-Mix) → Brennstoffzellen-PKW ca. 29 % bzw. 12 %. Zum Vergleich: Die Kette Erdöl→Benzin→VKM-PKW liegt bei ca. 20 % Wirkungsgrad. Es gilt also nach effektiveren Möglichkeiten zu suchen!

 

Anders als beim bisherigen Einsatz fossiler Energieträger, bei dem die energetische Effizienz nur geringe ökonomische Bedeutung hatte, wird zudem argumentiert, dass die Energiekosten in Zukunft eine ausschlaggebende Rolle spielen werden und ein direkter Einsatz von Strom in den meisten Fällen erheblich wirtschaftlicher sei.

Die Infrastruktur für Lagerung und Transport von Wasserstoff stellt eine hohe technische, organisatorische und ökonomische Herausforderung dar. Die Wasserstofftanks haben entweder mehrere hundert bar Druck oder sehr tiefe Temperaturen für den flüssigen Zustand. Das große Gewicht solcher Tanks, bezogen auf die gespeicherte Energiemenge, ist ein wesentliches Hindernis für den Einsatz in Fahrzeugen. Die Forschung über geschlossene, nachhaltige Energiekreisläufe wird mit öffentlichen Geldern unterstützt. Als mögliche Alternative gilt die Verwendung von elektrisch synthetisiertem Methanol, dessen Eigenschaften sehr ähnlich denen von Benzin oder Ethanol sind und das problemlos in Tanks gespeichert und transportiert werden kann (Methanolwirtschaft). Die Aufgabe einer effizienten, klimaneutralen Methanolsynthese, die als Ausgangsprodukt Kohlendioxid benötigt, ist jedoch noch nicht vollständig gelöst.

Am 12. September 2005 verabschiedete das Europäische Parlament das Wasserstoffmanifest, worin eine grüne Wasserstoffwirtschaft in kürzestmöglicher Zeit gefordert wird. Europa könne damit, falls kostengünstige Verfahren entwickelt werden, die Energiepreise für Strom, Wärme und Verkehr deutlich reduzieren und wäre energieautark, also unabhängig von den Lieferanten fossiler Rohstoffe.

(nach oben)

 

 

 

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