
Bundesumweltministerium verbessert Förderung für KWK- und Solarthermie-Anlagen in Deutschland
Zum 15. August werden Solarthermie-Anlagen in neuen Mehrfamilienhäusern förderfähig sein. Auch die verbesserte Förderung für Prozesswärme wird verbessert werden. Mit diesen und anderen Förderungen erwartet der Bundesverband für Solarwirtschaft (BSW-Solar) eine Marktbelebung. Es werden die Investitionszuschüsse aus dem Marktanreizprogramm (MAP) und die Konditionen für Darlehen und Tilgungszuschüsse im Programm Erneuerbare Energien Premium der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) von der Förderung betroffen sein und zugunsten der Investoren geändert.
Die Förderung von Großanlagen wird verbessert werden. Die Regierung erhöht die Förderung von solaren Prozesswärme-Anlagen auf bis zu 50% der Nettoinvestitionskosten. Auch können Investoren diese Förderung bis zu einer Fläche von 1000m² vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als Zuschuss auszahlen lassen.
Die Tilgungszuschüsse der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) werden für große Solarkollektoranlagen zur Prozesswärmebereitstellung oder solaren Kühlung auf 50% der Investitionskosten angehoben.
Zudem wird eine Mindestförderung von 400 Euro für Biomassekessel und Wärmepumpen mit einer bis zu 100 Kilowatt Nennwärmeleistung und für Solarwärmeanlagen mit einer bis zu 40m² großen Kollektorfläche eingeführt. Berlin wird für diese Anlagen ab dem 15. August eine bis zu 400 Euro höhere Förderung bezahlen. Jedoch betrifft diese Förderung der Regierung noch immer solche Anlagen in Bestandsgebäuden. Ein- und Zweifamilienhäuser werden noch immer von der Förderung ausgeschlossen sein. Die Regierung weitet ihre Förderung auf Investitionen von kombinierten Anlagen aus. Dies bedeutet, dass der Investor im Fall einer Kombination von Solarthermie-Anlagen mit Warmwasseraufbereitungsanlagen eine Förderung von mindestens 500 Euro bekommen kann. Wenn der Investor Solarthermie-Anlagen mit einer Biomasse-Anlage oder einer Wärmepumpe kombiniert, zahlt das BAFA im Rahmen des MAP pauschal 500 Euro pro Anlage. Somit wird auch der Effizienzbonus für Wärmepumpen eingeführt werden. Jedoch nur bei einem gut gedämmten Gebäude und einer Kombination mit einem neuem Pufferspeicher bekommt man vom BAFA noch 500 Euro obendrein.
All diese Förderungen sollen eine Grundlage für mehr private Investoren geben. Auch soll scheinbar die Verbreitung der solaren Prozesswärmebereitstellung gefördert werden.
Der Bundesverband für Solarwirtschaft (BSW-Solar) versucht damit auch die Nachfrage seitens der Industrie zu steigern. Solarthermie-Anlagen waren in den vergangenen Jahren nicht sehr attraktiv für die Industrie gewesen und man hoffe, dass durch die aufkommende Förderung auch dieser Markt mehr belebt werde.
Denn schließlich liegt in der industriellen Prozesswärme die Hoffnung der Branche.
Autor:
Jana Jung





















