Brennstoffzellen-Heizung – Es kommt Bewegung in den Markt

Dienstag, den 31. Mai 2011 um 20:14 Uhr
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Brennstoffzellen-Heizung – Es kommt Bewegung in den Markt

 

VDMA:

Zwangsläufig führt die Suche Alternativen bei der Strom- und Wärmeversorgung im Wohnbereich auch zur dezentralen Mikro-KWK. Brennstoffzellen-Heizgeräte (BZH) versprechen dabei enormes Einsparpotenzial und höchste Wirkungsgrade. Der VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau erläutert rechtzeitig zur Hannover Messe mit einer kürzlich durchgeführten Umfrage die Zuversicht der Brennstoffzellenindustrie zu Wachstum und steigender Investition.

 

Baxi_Innotech

Das von VDMA-Geschäftsführer Johannes Schiel (links)

präsentierte Umfrageergebnis zur Marktentwicklung bei

Brennstoffzellendeckt sich mit dem von Guido Gummert,

Geschäftsführer Baxi Innotech, bestätigten lebhaften

Interesse an seinem Brennstoffzellen-Heizgerät.

 

 

Jährlich kommen Allein in Deutschland 250.000 Eigenheime für die Umrüstung in Betracht. "Die Brennstoffzellenindustrie erkennt das wachsende Potenzial und zieht hier erfreulich mit" sagt Guido Gummert, Stellvertretender Vorsitzender VDMA Brennstoffzellen und Geschäftsführer der Baxi Innotech

 

 


Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung

 


das für Deutschland geltende Ziel, mindestens 25 Prozent des benötigten Stroms mit der KWK zu erzeugen, rückt durch die erneute, intensive Diskussion um den Atomausstieg, wieder ins Rampenlicht. Nach Ansicht von Gummert erklärt dass das auffallend große Interesse der Kommunen und Stadtwerke an der auf Mikro-KWK basierten Brennstoffzellen-Technologie.

Sie bietet innerhalb der KWK die effizienteste aller bekannten Technologien. So z.B. das mit 1,0 kWel und 1,7 kWth ausgelegte Aggregat von Baxi Innotech speziell auf die energetischen Anforderungen von Einfamilienhäusern abgestimmt.

 


Mehr Einsparpotenzial als bei gängigen Systemen


Der Trend zu kleineren Systemen in der Heizungstechnik erklärt sich durch einer Studie des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU): Neben der Abschreibungskomponente und dem überschaubaren Investitionsbedarf trägt insbesondere das BZH zur Effizienzsteigerung bei. "Bedenkt man, dass 30 Prozent des gesamten bundesdeutschen Energiebedarfs in den privaten Haushalten besteht, wird das mögliche hohe Einsparpotenzial mit dem BZH sehr klar", erläutert der Hamburger Geschäftsführer Guido Gummert.
Der Vergleich zwischen der konventioneller Heiztechnik, so wie sie heute noch weitgehend in den Kellern betrieben wird, ...
eine Ersparnis  an Primärenergie von bis zu 30 Prozent ergäbe sich mit einem Brennwertkessel in Kombination mit regenerativer Solartechnik.
eine 50-prozentige Ersparnis an primärer Energie verspricht sich mit BZH-Technik, gepaart mit der Brennwerttechnik für die Spitzenlast


Bereit für den Markt der nahen Zukunft


der Bedarf an energetischer Sanierung bei den Einfamilienhäusern wird alleine in Deutschland auf rund zwölf Millionen Einheiten geschätzt- europaweit ein riesiger Markt. Der Mutterkonzern der Baxi Innotech, die BDR Thermea Gruppe setzt auf das Konzept der hocheffizienten Zukunftstechnologie, auch in anderen europäischen Ländern. die Chancen im Markt sieht der weltweit drittgrößte Heizgerätehersteller im Markt durch kontinuierliche Investitionen in die Weiterentwicklung von Produktinnovationen, wie die des Brennstoffzellen-Heizgerätes, für seine nationalen Markenstrategien."Wir sind im technischen Feinschliff", betont Gummert, "die Marktvorbereitungsphase läuft."
Auf der diesjährigen Hannover Messe betonte Guido Gummert in seinem Vortrag , dass die enge Zusammenarbeit mit den Zulieferern wesentlich zur Realisation der zehnjährigen Entwicklung beigetragen habe. Auch  der Erfahrungsaustausch mit den Fachhandwerkern im Feld habe entscheidend dazu geführt, die Einbindung des BZH in das Energieversorgungssystem des Einfamilienhauses sicher zu implementieren.

 

 

Trend zur Brennstoffzelle bestätigt durch VDMA-Umfrage


Es zeichnet sich nach Aussagen von Unternehmen der Brennstoffzellenindustrie eine lebhafte Entwicklung der Märkte für stationäre Systeme sowie für Anwendungen der frühen und speziellen Märkte ab. Johannes Schiel der VDMA-Geschäftsführer betonte auf der Hannover Messe, dass die Umfrageergebnisse von 2010 auf 2011 ein Umsatzzuwachs im hohen zweistelligen Prozentbereich erwarten lassen. Wie das Ergebnis der an der Umfrage beteiligten Unternehmen zeigt, so darf mittelfristig mit einem Zuwachs von 50 auf 300 Millionen Euro gerechnet werden. "Wir gehen, bezogen auf alle VDMA Brennstoffzellen-Mitglieder, von dem doppelten Wert aus", sagt Schiel, "langfristig entwickelt sich für die frühen Märkte und den stationären Bereich ein milliardenschwerer Markt." bei den deutschen Unternehmen läge Die Wertschöpfung bei rund 80 % verlockend hoch. Wer da nicht von Anfang an dabei sei, so Johannes Schiel weiter, ließe "ein große Chance ungenutzt."

 

 

Autorin:

Bianca Kunz

 

 

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